Ruhig schlafendes Paar – erholsamer Schlaf ohne Schnarchen

Schlafapnoe: Symptome, Risiken und Behandlung

Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine schlafbezogene Atmungsstörung: Im Schlaf erschlafft die Muskulatur des Rachens, die oberen Atemwege verengen sich oder verschliessen sich ganz – die Atmung setzt wiederholt für zehn Sekunden oder länger aus. Unbehandelt erhöht Schlafapnoe das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Leichte bis mittelschwere Formen lassen sich häufig mit einer individuell angefertigten Unterkiefer-Protrusionsschiene behandeln – dem Kern des InterSleep-Behandlungskonzepts, das Dr. Michael Adler im Swiss Dental Center an der Hardbrücke in Zürich umsetzt.

Machen Sie den ersten Schritt: Unser kostenloser Onlinetest gibt Ihnen in wenigen Minuten eine erste Einschätzung Ihres Risikos. Vertiefend: Schlafapnoe erkennen – 10 Warnzeichen.

Was passiert bei einer obstruktiven Schlafapnoe?

Während des Schlafs entspannt sich die gesamte Muskulatur – auch die von Zunge, Gaumen und Rachen. Bei Menschen mit Schlafapnoe fällt das erschlaffte Gewebe so weit zusammen, dass es die Atemwege blockiert. Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, der Körper reagiert mit einer Weckreaktion (Arousal): Das Gehirn schaltet für Sekundenbruchteile auf «wach», die Muskulatur spannt sich an, die Atmung springt wieder an – oft mit einem lauten Schnarchgeräusch.

Diese Weckreaktionen bleiben meist unbemerkt, können sich aber dutzende Male pro Stunde wiederholen. Die Folge: Der Schlaf verliert seine Erholungsfunktion, der Körper steht Nacht für Nacht unter Stress.

Symptome: Woran erkennt man eine Schlafapnoe?

Viele Betroffene wissen nichts von ihren nächtlichen Atemaussetzern – oft sind es Partnerinnen oder Partner, die sie zuerst bemerken. Typische Anzeichen sind:

Nachts

  • Lautes, unregelmässiges Schnarchen
  • Beobachtete Atemaussetzer
  • Nächtliches Erwachen mit Luftnot oder Herzrasen
  • Vermehrtes nächtliches Wasserlassen
  • Starkes Schwitzen im Schlaf

Tagsüber

  • Ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf (z. B. am Steuer)
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Morgendliche Kopfschmerzen, trockener Mund
  • Gereiztheit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung
  • Nachlassende Leistungsfähigkeit und Libido

Treffen mehrere dieser Punkte auf Sie zu? Unser Onlinetest gibt Ihnen in wenigen Minuten eine erste Einschätzung Ihres Risikos.

Risikofaktoren

Schlafapnoe kann grundsätzlich jeden treffen, bestimmte Faktoren erhöhen jedoch das Risiko: Übergewicht (der wichtigste beeinflussbare Faktor), männliches Geschlecht, Alter über 50, ein zurückliegender Unterkiefer oder andere anatomische Besonderheiten von Kiefer und Rachen, vergrösserte Mandeln, behinderte Nasenatmung, Alkohol und Schlafmittel am Abend, Rauchen sowie Rückenlage im Schlaf. Auch in den Wechseljahren steigt das Risiko bei Frauen deutlich an.

Folgen: Warum Schlafapnoe behandelt werden muss

Eine Schlafapnoe kann ernste Auswirkungen haben:

  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinfarktrisiko
  • Erhöhtes Schlaganfallrisiko
  • Sekundenschlaf beim Autofahren und am Arbeitsplatz
  • Depression und Lustlosigkeit
  • Gestörte Sexualität

Kurz: Die Lebensqualität wird eingeschränkt und die Lebenserwartung kann sinken.

Grafik einer obstruktiven Schlafapnoe: erschlaffte Zunge verlegt die Atemwege im Schlaf

Atemweg im Rachen ist völlig blockiert. Entspannen sich die Rachenmuskeln und die Zunge zu sehr, werden die Atemwege blockiert – und verursachen so einen zeitweisen Verschluss des Atemweges. Kurze Atemaussetzer sind die Folge.

Die ständigen Sauerstoffabfälle und Weckreaktionen belasten das Herz-Kreislauf-System erheblich. Neben den oben genannten Risiken erhöht eine unbehandelte Schlafapnoe auch das Risiko für Typ-2-Diabetes – und die Tagesmüdigkeit vervielfacht das Unfallrisiko im Strassenverkehr. Häufig sind zudem psychische Folgen wie Depressionen und eine Belastung der Partnerschaft.

Die gute Nachricht: Schlafapnoe ist gut behandelbar – und mit der Behandlung sinken die Risiken deutlich.

Schweregrade: Was bedeutet der AHI?

Die Schwere einer Schlafapnoe wird mit dem Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) angegeben – der Zahl der Atemaussetzer und Atemabflachungen pro Stunde Messzeit:

Schweregrad AHI (Ereignisse/Stunde)
Normal unter 5
Leichte Schlafapnoe 5 bis 15
Mittelschwere Schlafapnoe 15 bis 30
Schwere Schlafapnoe über 30

Der Schweregrad ist mitentscheidend für die Wahl der Therapie.

Diagnose: Der Weg zur Abklärung in der Schweiz

Der Verdacht auf Schlafapnoe wird in der Regel so abgeklärt: Zuerst erfolgt ein Gespräch mit Ärztin oder Arzt (Hausarztpraxis, Pneumologie, HNO oder Schlafmedizin). Danach folgt meist eine respiratorische Polygraphie – eine nächtliche Messung zu Hause mit einem kleinen Gerät, das Atmung, Sauerstoffsättigung, Puls und Schnarchgeräusche aufzeichnet. In unklaren oder komplexen Fällen wird eine Polysomnographie im Schlaflabor durchgeführt.

Im Rahmen des InterSleep-Behandlungskonzepts arbeiten wir eng mit Schlafmedizinern, Lungen- und HNO-Ärztinnen in Zürich zusammen – bringen Sie vorhandene Befunde (z. B. einen Polygraphie-Bericht) einfach zur zahnärztlichen Erstberatungstermin be uns mit.

Behandlung: Diese Therapien gibt es

CPAP-Therapie

Die Überdruckbeatmung über eine Nasen- oder Gesichtsmaske gilt als Standardtherapie, insbesondere bei schwerer Schlafapnoe. Sie ist sehr wirksam – wird aber nicht von allen Betroffenen langfristig toleriert.

Ausführlicher Vergleich: Schnarchschiene oder CPAP?

Unterkiefer-Protrusionsschiene

Bei leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe ist die individuell angefertigte Unterkiefer-Protrusionsschiene eine leitliniengerechte Alternative – ebenso für Menschen, die eine CPAP-Therapie nicht vertragen. Die Schiene hält den Unterkiefer im Schlaf leicht vorne und damit die Atemwege offen.

Weitere Ansätze

Gewichtsreduktion, Verzicht auf Alkohol am Abend, Lagetherapie (Vermeiden der Rückenlage) und in ausgewählten Fällen operative Eingriffe können die Behandlung ergänzen.

Welche Therapie die richtige ist, entscheidet sich immer individuell – nach Schweregrad, Anatomie, Begleiterkrankungen und Ihren Präferenzen, in Abstimmung zwischen Schlafmedizin und zahnärztlicher Schlafmedizin.

Schlafapnoe behandeln in Zürich – mit dem InterSleep-Behandlungskonzept

InterSleep ist ein Behandlungskonzept für zahnärztliche Schlafmedizin: Dr. Michael Adler versorgt Patientinnen und Patienten mit individuell angefertigten Unterkiefer-Protrusionsschienen – nach den Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Schlafforschung, Schlafmedizin und Chronobiologie (SSSSC) und der DGSM, in enger Zusammenarbeit mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Die Behandlung findet im Swiss Dental Center an der Hardbrücke in Zürich statt.

So läuft die Behandlung ab · Termin vereinbaren

Häufige Fragen zur Schlafapnoe

Ist Schnarchen dasselbe wie Schlafapnoe?

Nein. Beim primären Schnarchen bleibt die Sauerstoffversorgung normal – es stört vor allem akustisch. Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es zusätzlich zu Atemaussetzern mit Sauerstoffabfall und Weckreaktionen. Lautes, unregelmässiges Schnarchen mit Atempausen ist ein Warnzeichen und sollte abgeklärt werden.

Wie gefährlich ist eine unbehandelte Schlafapnoe?

Unbehandelt erhöht sie das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes und vervielfacht durch Tagesmüdigkeit das Unfallrisiko. Eine Abklärung lohnt sich deshalb schon bei einem begründeten Verdacht.

Hilft eine Zahnschiene wirklich gegen Schlafapnoe?

Bei leichter bis mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe ist die Wirksamkeit individuell angefertigter Unterkiefer-Protrusionsschienen wissenschaftlich gut belegt; sie sind in den Leitlinien als Therapieoption verankert. Bei schwerer Schlafapnoe ist in der Regel die CPAP-Therapie die erste Wahl.

Wie finde ich heraus, ob ich Schlafapnoe habe?

Ein erster Schritt ist unser kostenloser Onlinetest. Bei erhöhtem Risiko folgt die ärztliche Abklärung mit einer nächtlichen Messung (Polygraphie) – meist bequem zu Hause.

Was kostet die Behandlung mit einer Schiene – und zahlt die Krankenkasse?

Eine individuell angefertigte Unterkiefer-Protrusionsschiene kostet je nach System CHF 1’500 bis 2’700, inklusive Anpassung. Liegt eine Verordnung durch eine ärztliche Fachperson vor, werden die Kosten meist vollständig von der Grundversicherung übernommen – sofern ein leichtes bis mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom vorliegt, oder wenn bei schwerer Schlafapnoe die eigentlich angezeigte CPAP-Beatmungstherapie nicht toleriert wird. Wir beraten Sie gerne zum Vorgehen.

Autor: Dr. med. dent. Michael Adler, MSc – Zahnarzt, schwerpunktmässig tätig in der zahnärztlichen Schlafmedizin · Stand: Juli 2026
Grundlagen dieser Seite: Leitlinien der SSSSC und der DGSM zur zahnärztlichen Schlafmedizin.

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Freitag
7:00 – 17:00 Uhr

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